Start Indianische Kräuter

Indianische Kräuter

Bärlauch

einfache Bärlauchrezepte, die schnell zubereitet sind und als Anregung für weitere Kreationen dienen sollen, denn Bärlauch kann zur Vollendung sehr vieler Rezepte dienen, vor allem dort, wo sonst Knoblauch verwendet wird. Zu beachten ist allerdings bei allen Arten der Verwendung, dass Bärlauch nicht zu stark erhitzt werden sollte, da er sonst seinen Geschmack und Gesundheitlichen Nutzen verliert.

Vom Bärlauch können alle Pflanzenteile (Zwiebel, Stängel, Blätter und Blüten) verwendet werden. Hauptsächlich werden die Blätter in der Küche verwendet. Interessant sind aber auch die Blütenblätter, die ein milderes, feinere und leicht süßliches Aroma haben.

Durch zu starkes Erhitzen verliert Bärlauch weitgehend seine Geschmackstoffe, sein Vitamin C Gehalt sowie seine gesundheitsförderliche Wirkung, die vor allem durch die schwefelhaltigen Stoffe entstehen.

Es ist deshalb von Vorteil, Bärlauch in kalten Speisen zu verwenden (Salat, kalte Soßen, Quark) oder den Bärlauch als Püree oder Pesto, welches erst kurz vor dem anrichten in das Gericht gegeben wird (z. B. Bärlauch suppe, Risotto), zu verwenden und nicht von Anfang an mit zu kochen.

In der historischen Kochgeschichte wurde Bärlauch nie eine große Bedeutung zugemessen, obwohl er schon seit Urzeiten auch für kulinarische Zwecke verwendet wurde. Mitte der achtziger Jahre änderte sich dies allerdings, als Spitzenköche anfingen den Bärlauch für ihre Kreationen zu verwenden. Dieses wurde in den neunziger Jahren zu einem wahren Volkstrend, sodass es inzwischen z. B. Bärlauch käse, Bärlauchleberwurst und Bärlauchsenf in jedem Discounter zu kaufen gibt, was sich bis in die heutige Zeit fortsetzt.

Dieser schon relativ lange anhaltende Trend kann natürlich auf Dauer zu einer geschmacklichen Überreizung führen. Außerdem kann getrockneter Bärlauch mit frisch geernteten geschmacklich nicht mithalten. So ist es Sinnvoll, den Bärlauch nur saisonal zu verwenden, wenn er frisch aus dem Garten oder dem Wald geerntet wurde. Vergleichbar ist in diesem Sinne Bärlauch mit Spargel und Erdbeeren die inzwischen billig das ganze Jahr zu bekommen sind.Diese Ware ist aber geschmacklich keine falls vergleichbar mit der saisonalen geernteten Ware. Und was gibt es schöneres, als die Vorfreude auf etwas besonderes, was es nur einmal für kurze Zeit im Jahr gibt.

Beim Sammeln ist zu beachten, dass der Bärlauch nicht mit Maiglöckchen verwechselt wird, die von der Blattform dem Bärlauch gleichen. Bei genauerem Blick zeigt sich aber, dass der Bärlauch dünnere Blätter hat und vor allem durch leichtes reiben an den Blättern und dem dabei entstehenden typischen Knoblauchgeruch, leicht vom Maiglöckchen unterschieden werden kann.

Verfasser unbekannt

 

Engelstrompete

In der Präkolumbianischen Zeit gehörte die Engelstrompte oder Baumdaturas , zu den kultivierten Pflanzen vieler südamerikanischer Indianer. Sie vermehrt sich durch Stecklinge und Samen, durch Zucht und ist ist die nächste Verwandte des Stechapfels. Die Information über die Engeldtrompete und deren rituellen und medizinischen Gebrauch stammte von Johann von Tschudi. Er berichtete von dem peruanischen Gebrauch  und Duft der schönen Engelstrompete.
Eingeborene nennen ihn Huacacachu,yerba de huaca oder Borrachero und bereiten aus den Früchten, ein heftig narkotisches Getränk, die sogenannte Tonga. Die Wirkung ist fürchterlich. Ein Indianer verfiel nach dem Genuß der Tonga, in dumpfes hinbrüten, er stierte glanzlos auf die Erde, sein Mund war fest , krampfhaft geschlossen. Die Nasenflügel waren weit geöffnet, kalter Schweiss bedeckte seine Stirn und das erdfahle Gesicht, am Hals schwollen die Junglarven fingerdick an, es traten noch viele andere krankhafte Symthome zu tage. Dieser Zustand hält lange an. Es eilten Frauen herbei und wuschen ihn am ganzen Leib mit kaltem Wasser, danach schlief er einige Stunden. Später sah man ihn in einem Kreis aufmerksamer Zuschauer, seine Visionen und Gespräche mit den Geistern und Ahnen erzählen. Er schien abgemattet und angegriffen zu sein , der Körper schlaff und die Bewegungen träge. Man benutzte diese Engelstrompete bei Beschwörungen und Ritualen um sich in Extase zu versetzen und mit den Göttern in Verbindung zu treten.
Viele Indianer bauen die Engelstrompete wegen ihrer Schönheit an. Sie rauchen die getrockneten Blätter und Blütem bei Asthma, Bronchitis, Husten, oder einfach Aphrodissiakum. Die frische Blätter werden auf offenen Scvhürfungen, Tumore , Knochenentzündungen, Verbrennungen, Gürtelrose, reumatischen Gelenke und neuralgische Hautpartien gelegt. 
Heiler der mexikanischen Tzeltal-Indianer vermischen die getrockneten Blätter mit Bauerntabac (Nicotiana - Rustica) um die " Dinge sehen " zu können und ihre Heilkräfte zu fördern . In Mexico heisst es ,einige Blüten unter das Kopfkissen bewirken einen tiefen Schlaf und schöne Träume. 
Ein Abend, den man in der Nähe der köstlichen duftenden Trompetenblüten verbringt, kann man mit besonderen errotischen Genüssen und sexuellen Träumen enden.

 

Kakao (Theobromacacao)

Die Worte Kakao, Schokolade leiten sich von zwei indianischen Namen und einer daraus bereiteten Speise ab.
Im Maya heißen Baum, Frucht und das daraus hergestellte Getränk cakao:
bei den Azteken war der Kakao " Die Speise der Götter"
Um 1550 haben die Nonnen aus dem spanischen Kloster in Chiapas den gezuckerten Kakao erfunden

Von der medizinischen Wirkung des Kakaos heißt es in einem anderen Text Sahaguns:428f.

Dieser Kakao macht trunken, wenn sehr sich viel zu sich genommen wird, besonders aus den grünen Früchten, der junge macht einem benommen und schwindelig.
Er verwirrt dich, macht dich krank, schwindelig, zerrüttet dich.
Trinkst du jedoch eine gewöhnliche Menge, erfreut und erfrischt er einem, tröstet und kräftigt dich.
Er hat eine harntreibende Wirkung. Das Oel nimmt man zu Wundheilung, in die betroffenen Stellen.
Wegen er Heilkraft war Kakao eine begehrte Handelsware.
Es heißt auch er die Wirkung eines Liebeselexiers.
Bei den Azteken war süßer Kakao unbekannt, sie tranken ihn eher salzig.
Kakao hilft die Schwäche des Magens zu beheben. 

Rezept: Produkte im Naturkostladen & Reformhaus erhältlich

1 Pfund Cakao, rösten,  damit die äußere Schale wegkommt, stosset sie in einem warmen Mörsel klein, danach ein halbes Pfund  Zucker, zwei Stücke von Vanillien, 2.Loth gestossenen Zimt, machet daraus eine Massa, in Rollen oder Täflein.Wenn man die Schkolade kochen will, so nimmt man gemeinglich auf wo zwei Personen 1. Virtel Pfund Schokolade geriebenund in Wasser getan, viel oder wenig, nachdem mans dick oder dünne haben will, ists fertig. Man muss aber erst das Wasser wohl und lange kochen, und eine halbe Stunde sieden lassen, drei Eier dazuschlagen, nachgehends sie wieder aufkochen lassen nicht zu lange und nicht zu kurz, so das es weder zu dicke oder zu dünne werde, wer die Schokolade mit Wein oder Milch kochen will, mags auch tun.
Die Schokolade getrunken oder gegessen nützet dem kalten Magen, dienet der Brust,ist wider den Husten, vertreibt den Schwindel, resolvieret den zähen Schleim stärket den Lebensbalsam und reized zum Beischlaf

 

Beifuss

Beifuss-Gewächse

Nach der Sonnenwende - als zum Johannistag, kann man sie nehmen als Gemüse oder Gewürz. Es ist sehr bekömmlich zum abnehmen, da der Bitterstoff die Magensäureproduktion stark anregt und die Darmflora positiv beeinflusst.

Wenn die Blüten aufgehen, ist Schluss mit Gemüse. Dann wird der Beifuss Bitter - wobei er noch als Räucherwerk benutzt werden kann.

Das Räuchern mit dem Beifuss hat in Europa eine lange Tradition. Es wird gerne mit der Wachholder zusammen gegen negative Energien benutzt. Aus meiner Sicht gibt es nichts stärkeres als Beifuss mit Wachholder zum Räuchern.

Es gibt beim Beifuss verschiedene Arten
Hier den normalen Beifuss
http://de.wikipedia.org/wiki/Beifu%C3%9F

und noch eine Erklärung zur Artemisia
http://de.wikipedia.org/wiki/Artemisia_(Pflanze)

Der Befuss - oder auch Artemisia - ist ein wunderbares Kraut, aber leider wie so vieles Verkannt. Es löst bei manchen Menschen Heuschnupfen aus - und so wird diese Pflanze immer mehr einfach ausgerissen und verbrannt. Dabei sollte man diese Pflanze unbedingt schützen - hat sie doch so viele gute Eigenschaften.

 

Was kann Ingwer alles gesundheitlich bei uns bewirken


Ingwer (Wurzel) Ingwer

Ingwer (Zingiber officinalis) kennt man meist nur als Gewürz (Wurzel oder Wurzelpulver) aus der Küche. Die Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae), die auch Gewürzlilien genannt werden, liebt das tropische südostasiatische Klima und ist dort wahrscheinlich ursprünglich heimisch. Sicher ist nur, daß die Ingwerstaude in China schon vor 3.000 bekannt war, davon zeugen alte chinesische und indische Schriften. Er wird heute überall in tropischen Regionen kultiviert, vor allem in Nigeria, auf den Westindischen Inseln, in China, Jamaika, Australien, Brasilien, Florida und Japan. Hierbei soll der Ingwer aus Jamaika das feinste Aroma und einen zitronenartigen Beigeschmack haben. Das ätherische Ül, das man in Deutschland erhält, stammt meist aus Indien oder Madagaskar. Wilder Ingwer ist heute nicht mehr zu finden, es gibt ihn nur noch im kultivierten Anbau. Es handelt sich hierbei um eine aufrechte, mehrjährige Pflanze von bis zu einem Meter Höhe mit dickem, wucherigem Wurzelstock. Dieser ist von beißendem Geruch. Jedes Jahr wächst aus dieser mehrjährigen Wurzel ein grüner, schilfrohrähnlicher Scheinstengel von ca. ein bis zwei Metern Höhe. Auch die zweizeilig angeordneten, schmalen, lanzettenförmigen Blätter erinnern an Schilf. Die auf den bis 25 Zentimeter hohen Blütenschäften ährenartig angeordneten Lippenblüten sind weiß, gelben oder rosafarben. Nur selten bilden sich die Fruchtknoten zu Früchten aus, dünnwandige Kapseln, die kleine schwarze Samen enthalten. Die knollenförmigen Rhizome (Wurzelstöcke) werden bis 20 Zentimeter lang und ca. 2 Zentimeter dick. Die beigen bis hellbraunen Stränge verzweigen sich sehr stark, eine Hauptwurzel gibt es nicht. Diese Wurzeln kennt man meist als Abschnitte aus dem Supermarkt. Die kriechenden Wurzelstöcke sind mit fadenartigen Wurzeln besetzt. Es gibt etwa 85 Arten von Ingwer, angebaut und genutzt wird vor allem der Zingiber officinale. Wenn die Staude im Herbst ihre Blätter verliert, wird das Rhizom geerntet, in kochendes Wasser gelegt und anschließend in der Sonne getrocknet. Man kann das Rhizom auch schon kurz nach der Blüte ernten. Ingwer hat einen süßlich pikanten Geschmack, der auch prickelnd scharf sein kann. Frischer Ingwer schmeckt eher fruchtig, getrockneter eher schärfer. Jüngere Knollen sind zarter im Geschmack, z.B. die auch als Stern Ingwer bekannten einjährig geernteten Rhizome, aus denen eingelegter Ingwer gemacht wird. Ältere Wurzelstöcke (Cargo Ingwer) sind sowohl würziger als auch faseriger in der Konsistenz. Woher Ingwer nun eigentlich genau stammt und wie er ursprünglich aussah, verliert sich im Dunkel der Geschichte. Er ist aber schon seit der Antike als Heil- und Gewürzpflanze bekannt. Der chinesische Weise und Religionsstifter Konfuzius lebte im 5. Jahrhundert v.u.Z. Bereits von ihm ist seine Vorliebe für Ingwer überliefert, das Gewürz durfte in keinem Essen fehlen. Und schon vor ihm waren andere dem Ingwer verfallen. In Rom war Ingwer nicht nur Gewürz sondern auch Salbenzusatz und Medizin für Kaiser Nero. Und schon bevor das römische Reich gegründet wurde war, Ingwer bereits im Mittelmeerraum bekannt. In Deutschland wurde Ingwer so um das 9. Jahrhundert bekannt und war im Mittelalter sehr beliebt. Sogar Bier wurde damit gewürzt, so daß Ärzte und Sittenwächter schließlich warnten, daß Wein, Pfeffer, Zimt und Ingwer das Blut der jungen Mädchen verdürbe. Diese Warnung ist nicht gänzlich abwegig, denn Ingwer ist auch ein Aphrodisiakum. Ingwer gehört zu den ersten Gewürzen, die nach Deutschland eingeführt wurden, denn er ist leicht zu transportieren und hält sich recht lange. Wegen seiner verzweigten Wurzelform wurde er im Mittelalter oftmals als gefälschte Alraune verkauft. In der Küche kann Ingwer sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden. Frischen Ingwer gibt es in schwarz (ungeschält) und grün (sehr jung geerntete, mildere Rhizome). Von frischem Ingwer wird die Haut abgeschabt, dann das Fruchtfleisch gehackt, gerieben oder in Scheiben geschnitten. Ingwer wird immer mitgekocht, erst am Schluß wird dann noch einmal nachgewürzt. Ein Ferment des Ingwers macht dabei auch das Fleisch zarter. Wurden Scheiben verwendet, so sollten sie vor dem Servieren entfernt werden. In Südostasien wird der Ingwer nicht mitgekocht, sondern frisch gerieben und erst am Ende dazugefügt, da durch das Kochen die frischen Aromen verloren gehen und die Schärfe verstärkt wird. In anderen Kulturen wird Ingwer nur roh verzehrt. Getrockneter Ingwer wird in weiß (geschält) und schwarz (ungeschält) angeboten. Er hält sich für mindestens ein Jahr. Geschälter Ingwer schmeckt feiner und dient auch zur Herstellung von Ingwerpulver. Ungeschält hat er einen schärferen Geschmack. Zum Kochen wird getrockneter Ingwer entweder im Stück verwendet oder mit dem Messer zerdrückt. Er ist schärfer als frischer Ingwer und sollte sparsamer verwendet werden. Eigentlich ist getrockneter Ingwer auch eher gelblich, wird aber in Kalkwasser getaucht, was ihn optisch aufhellt. Ingwerpulver ist in der Handhabung am einfachsten, verliert aber auch sein Aroma am schnellsten. Ingwerpulver sollte nur sehr sparsam angewendet werden. Medizinisch soll Ingwer verdauungsfördernd (die Produktion von Speichel und Magensaft wird angeregt), wurmtreibend, blähungshemmend, schweißtreibend, blutdrucksteigernd und fiebersenkend sein und bei Erkältungen, Rheuma, Kopfschmerzen, Verspannungen, Koliken, Blähungen, Gastritis, Appetitlosigkeit, und Impotenz wirken. Die Wurzel wird sauer eingelegt, kandiert, als Massageöl, in Kosmetika und Parfüms, als Tee und Gewürz verwendet. Ingweröl wird für Magenbitter verwendet, da der Brechreiz unterdrückt wird. Deswegen werden Ingwerpräparate auch gegen Reisekrankheit genommen oder bei auftretender Übelkeit nach einer Narkose. Er wirkt wärmend, nicht nur im Magen sondern auch in der Haut, da er die Durchblutung des Körpers verbessert, und er empfiehlt sich damit auch als Wintergewürz. Ingwer stärkt das Immunsystem, wirkt antibakteriell, schmerzlindernd (auch bei Zahnschmerzen), krampflösend (auch bei Menstruationsbeschwerden), entgiftend und kann durch seine Wärme dort Stoffwechselprozesse und Organgebiete wieder anregen, wo Entzündungen drohen, chronisch zu werden. Bei rheumatischen Beschwerden oder auch allgemeinen Gelenkschmerzen kann ein Bad mit Ingwer (oder Ingwerkompressen) Abhilfe schaffen. Auch die alten Chinesen verwendeten Ingwer als Einreibemittel gegen Rheuma. Ingwer soll auch bei Verstauchungen und Hexenschuß die Schmerzen lindern. Im Ayurveda wird Ingwer gegen Migräne eingesetzt, er wird auch bei Müdigkeit, Wetterfühligkeit und Föhnkopfschmerzen (mit Weißdorn zusammen), sowie Schwindelgefühlen bei Bewegung empfohlen und mildert Ängste. Des weiteren vermindert der Ingwergenuß am Abend den Kater am nächsten Morgen. Ingwer enthält Gingerol, einen dem Aspirin ähnlichen Wirkstoff. Dadurch wirkt er auch blutverdünnend und dient somit zur Vorbeugung von Schlaganfall, Herzinfarkt und Arteriosklerose. Ingwerbalsam (Oleoresin) enthält viele ätherische Üle, darunter Shogaol, Cineol, Borneol, Linalool, Camphen, Phellandren, Gingerol. Die Gingerole und Shogaole sind nicht-flüchtige Scharfstoffe. Die Hauptkomponente der ätherischen Ülen ist Zingiberen, außerdem Zingiberol, beta-Bisabolen, Sesquiphellandren, Sesqui- und Monoterpen u.a. Bei Schwangerschaftserbrechen ist allerdings von dem Gebrauch von Ingwer abzusehen, auch bei Gallensteinleiden ist Vorsicht geboten. Bei Hautentzündung oder auf offenen Wunden sollte Ingwer nicht angewendet werden. Auch bei hohem Fieber oder Geschwüren im Verdauungstrakt sollte Ingwer nicht genutzt werden. Zum Räuchern bieten sich das Pulver oder getrocknete kleine Wurzelstücke an. Geräucherter Ingwer hat ein Duftspektrum, das von süß-pikant bis würzig-scharf reicht, abhängig von der Art des Ingwers und eventuellen anderen Zutaten einer Mischung. Der Geruch hält sich recht lange in der Wohnung. Ingwerrauch sorgt für Gelassenheit, Ruhe und Ausgleich. Dies macht in auch zu einem der sieben wichtigsten Räucherstoffe im Zen-Buddhismus. In Asien wird Ingwer zur Vorbeugung ansteckender Krankheiten verräuchert, zur Lösung innerer Erstarrungen und Verhärtungen, um den Energiefluß zu stabilisieren, innere Blockaden zu überwinden und die Willens- und Entscheidungskräfte stark zu mobilisieren. Er löst innere Verspannungen und lockert zu harte Ansprüche an sich selbst und andere. Ingwer wärmt von innen, spendet Trost und Geborgenheit und verhindert somit viele Mißverständnisse, denn man fühlt sich weniger schnell beleidigt oder angegriffen. Durch die anregende und wärmende Wirkung von Ingwer kann er auch für Liebesräucherungen verwendet werden. Weil Ingwerwurzeln auch leicht verbrannt riechen können, bietet es sich an, sie mit Harzen zu mischen, welche beim Schmelzen die getrockneten Pflanzenteile durchsetzen und die Verbrennung so abmildern. Ingwer mischt sich zum Räuchern gut mit Kardamom, Koriander, Kubebenpfeffer, Copal, Mastix, Zimt, Kaneel, Cassia, Styrax, Benzoe, Jasmin u.a.

 
Weitere Beiträge...